Blog

In meinem Blog schreibe ich in unregelmäßigen Abständen Eindrücke, Assoziationen und Informationen nieder, die mir während meiner geomantisch-geokulturellen Arbeit zufließen.

2. Februar 2021

Lange habe ich mich zurückgezogen, hatte nicht den Antrieb zu schreiben. Aber heute, an Imbolc, dem Fest des zunehmenden Mondes und des wachsenden Lichts, dem Frühlingsbeginn nach dem alten Megalithkalender möchte ich meine Gedanken und Ideen wieder teilen.
Wir leben in einer Wandelzeit und so ist es schwierig irgendetwas zu planen und Projekte so fortzuführen, wie sie einmal konzipiert waren. Die neue Zeit dämmert herauf und verlangt aufmerksames Zuhören und Erkennen dessen, was sein will. Auch kleine Veränderungen, Regulierungen sind von Bedeutung. Ich wage den Versuch neue Pfade zu gehen. Das ist nicht schwer, da die große, breite Donau sich gemächlich wieder in ihr Bett zurückzieht und meine Füße an ihrem noch gestern überfluteten Ufer heute „Neuland“ betreten. Mögen uns das heute entzündete Licht und unsere heller werdenden Inspirationen durch das Jahr führen!

Frau Holleteich auf dem Hohen Meißner im Februar


10. November 2020

Gesang zum Neumond nach Samhain:
Ich tanze den Kali-Tanz mit euch
auf dem Teppich der losgelösten Energien,
die durch die Vergänglichkeit des Manifesten frei werden
und dem einen, großen Werden wieder frei zur Verfügung stehen.
Es lebe die Vergänglichkeit!

Mein Samhainplatz ist im Hügelgräberwald.
Dort segne ich die Knochen,
die der unordentliche Fuchs vor seinem Bau herumliegen lässt,
wie ich achtlos herumliegen lasse,
meine verknöcherten Denk- und Verhaltensweisen.
Es lebe die Vergänglichkeit!

Seid umarmt, die ihr mit mir lachend auf den Knochen tanzt
und in den leeren Augenhöhlen der weißen Schädel
die unbändige Kraft des Neuen erahnt.
Es lebe die Vergänglichkeit!

11. Oktober 2020

Meine Tomaten sind nun geerntet, viele vor der Reife, noch grün und wärmehungrig. Jetzt liegen sie mit einer Apfelbeigabe in Schachteln und reifen im Dunkeln vor sich hin. Oft kommt es anders als man sich das wünscht. Der Herbst konfrontiert mich mit Vielem, was ich im Frühjahr initiiert habe und was nun als Entwicklungsergebnis vorliegt: Tomaten, Paprika, Geomantieprojekte, Seminare, neue Freundschaften, das persönliche innere Werden. Manches ist End-, vieles Zwischenergebnis und so wie es ist unendlich kostbar. So gönne ich mir die Muße, liebevoll zu betrachten, wertzuschätzen und mir und der Erde zuzulächeln…

Herbstlicht

4. August 2020

Das Schnitterinnenfest am 1. August markierte in den alten Megalithkalendern den Herbstbeginn. Es ist das Fest des abnehmenden Mondes und symbolisiert das letzte Reifen und die Ernte der Früchte. Was wird die „Ernte“ aus den in diesem Frühling gesäten „Samen“ in geokultureller Hinsicht sein?
Wir leben in einer Zeitqualität, die uns ermahnt achtsam zu sein: achtsam mit uns selbst und mit allem, was ist. Die Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten, in relativ kurzer Zeit von mehreren Jahrzehnten haben wir Menschen das zustande gebracht. Und jetzt? Innehalten, berührbar bleiben, klare Entscheidungen treffen. Und wieder kommt mir die Botschaft, die in mir während der Raunächte in Avalon aufstieg, in den Sinn: Setz dich gemütlich hin, trink eine Tasse Tee und schau mit liebevollem Blick nach draußen!
Meine Interpretation dieses unauffälligen Dreiklangs: Kultiviere in dir Entspannung, Selbstmitgefühl und mitfühlende, bedingungslose Liebe.
Was für eine Aufgabe!


30. Juni 2020

Unterwegs sein und sich dabei selbst nicht abhanden kommen – jedes Jahr ist mir das die große Sommer-Herausforderung und Übung. Der Erdenatem ist weit ausgebreitet, berührt den Kosmos und ich drohe mich darin zu verlieren, möchte hinein tauchen in die Verschmelzung und Ichlosigkeit. In der Sommerzeit das Gleichgewicht zu halten zwischen Klarheit und ekstatischem Taumel, in der Sommerzeit die Dynamik zwischen den beiden Polen zuzulassen und auf den ständig entstehenden Energiewellen zu reiten ist mir nur möglich, wenn ich mich auf den Augenblick einlasse, auf den einen Augenblick, der jetzt gerade ist.


28. Mai 2020

Das erste Fortbildungsseminar nach der Coronapause hat stattgefunden mit den Themen „Im Dialog mit Pflanzendevas „. Eingebettet in den Schoß von Mutter Erde, inmitten von Elfengras, begannen wir zu träumen und unsere Zukunft zu nähren, in die wir anschließend mit Hilfe des „Walpurgis-Schlupfbaums“ hineingeboren wurden.


19. Mai 2020

Während der Vorbereitung zum Thema „Heilsames Singen in der Natur“ fiel mir folgendes Zitat von Yehudi Menuhin in die Hände:
„Wenn wir Menschen uns selbst als Klangkörper, als Musikinstrument in der Sinfonie der Schöpfung begreifen und uns singend immer wieder auf’s Neue befrieden lernen, dann können wohlmöglich – mit unserer Gesundung durch die Musik einhergehend – auch die durch uns verursachten Verwundungen der Erde heilen.“

18. Mai 2020

Ich genieße meine Abendspaziergänge an der Donau. Die frühen Morgen- und Abendstunden in der Natur sind prädestiniert für die Begegnung mit Naturgeistern und Elementarwesen. Die Erde spricht, die Bäume, das Wasser, die Tiere, das Licht: wir begegnen einander in einer Wirklichkeitsebene, in der das Prinzip der Schöpfung und der damit verbundenen unermesslichen Potentiale des Lebendigen wahrnehmbar werden. Im Atem, im Klang: EINS…


4. Mai 2020

Beltane Zeit! Nie war es schöner mit Bäumen zu tanzen als jetzt, wo derlei Volksvergnügungen ausgangsbeschränkt verboten sind. Jahreskreisfeste veranstalten wir telepathisch, jede darf sich selbst genug sein. Auch eine starke Erfahrung. Na klar: Männliches und Weibliches tragen wir in uns. So lasst uns beides in entfesselnder Weise selbstbewusst leben!

Und siehe da: Lockerung naht auch im Coronaverließ! Die ungestümen Hexenkräfte setzen sich durch und lassen sich durch Mundschutzpflicht das Maul nicht verbieten.


26. April 2020

Wie verschieden stellen sich doch während dieser Corona-Zeit mein inneres Erleben und die auf mich einprasselnden medialen Informationen dar! Während ich ausgedehnte Spaziergänge in der nahezu explodierenden, von Grünkraft strotzenden Natur unternehme und zusammen mit den Bäumen und Kräutern den Regen herbei sehne, spielt die gesellschaftliche, politische Welt verrückt. Ein kleines Virus, Kind von Mutter Erde, bringt sogenannte hochzivilisierte, hochtechnisierte Gesellschaftssysteme ins Wanken. Und wie in einer Krise üblich, gibt es keine Strategien, denn Strategien basieren immer nur auf vergangenen Lösungsmustern, für das Neue gibt es keine Strategie. Und so zerfallen erstmal formale Bündnisse wie beispielsweise die EU oder das gemeinsame Agieren der deutschen Bundesländer aus Angst und Profilierungsgründen, während die informellen Netzwerke hilfsbereiter und gleichgesinnter Menschen wachsen. Hoffnung!

Und ich? Während ich medial von Beschränkungen und Statistiken überhäuft werde, mir mit Zwangsimpfung und Handytracking gedroht wird, verbinde ich mich mit Mutter Erde, mit dem Bärlauchwesen und der Kastanie und erfahre mit jedem Atemzug wie mir Stärke zuteil wird, wie sich mein Immunsystem aufbaut und stabilisiert nach der langen Dunkelzeit der Wintertage. Die Grünkraft, die ich in Kräutersuppe Wildkräuterstrudel und -salat zu mir nehme und die Spaziergänge im Wald (Waldbaden!) nähren mich physisch, seelisch und spirituell. Auch ich habe keine Strategie in der Krise, fühle mich jedoch geerdet und gut geankert in der Weisheit des Seins. Intuitives Handeln erwächst aus Vertrauen und Verbundenheit mit allem, was ist. Der Weg zeigt sich, wenn es Zeit ist, ihn zu gehen.


9. April 2020

Das Lebensnetz Geomantie und Wandlung kenne ich seit vielen Jahren und von einigen Tagungen und Treffen. Nun habe ich meine lose Anbindung in eine Kooperation umgewandelt und biete als Mitglied des Lebensnetzes ab 2020 kostenlose geomantische Geländearbeit in und um Regensburg an.

In diesem Jahr steht der Vitusbach in Regensburg im Fokus, ein Gewässer, das für die Stadtentwicklung von großer Bedeutung war und für den Stadtorganismus und die feinstoffliche Vitalität der Kernstadt Regensburg immer noch ist. Das erste Treffen ist am Samstag, 16.5.2020 um 14.00 Uhr geplant und soll sich mit dem Quellgebiet des Vitusbaches in Kumpfmühl beschäftigen. Ich freue mich auf den Austausch und hoffe sehr, dass die coronabedingten Beschränkungen eine geomantische Gruppenarbeit zulassen.

30. März 2020

Und immer wieder kreisen die Gedanken um die aktuelle gesamtgesellschaftliche Situation auf der Erde, die ausgelöst wurde von einem Virus, einem für unser Auge unsichtbaren Lebewesen.

Das Hauptsympton, das das Corona-Virus verursacht, ist die Schädigung der Lunge. Lunge – Atem – Luft.
Durchatmen, Entspannen, im Atem verweilen, dem Atem lauschen… In unserem schnelllebigen Alltag haben Viele diese „Mikroaktivitäten“ in die Nischen des Achtsamkeitstrainings, des Yogas und der Meditation geschoben. Oft habe ich gehört: „Schön! Aber für diesen Luxus habe ich absolut keine Zeit.“ Jetzt haben viele Menschen notgedrungen die Zeit. Werden sie, werden wir sie nutzen? Durchatmen, entschleunigen und uns auf das Wesentliche besinnen? Und damit ein neues, starkes Energiefeld der Präsenz und Klarheit schaffen?

Die Analogie geht weiter: Lunge – Atem – Luft. Das Element Luft ist in der Astrologie den Sternzeichen Zwillinge, Waage und Wassermann zugeordnet. Die Qualitäten sind Beweglichkeit (z.B. Tourismus, Pendeln zum Arbeitsplatz, Multitasking, Flexibilität), Kommunikation und Medien (z.B. Digitalisierung, Telekommunikation, „Informationspandemie“), Wahrnehmung (z.B. Selbstwahrnehmung, Achtsamkeit, mitfühlendes Zuhören), intellektuelles Denken (z.B. verknöchertes Denken in alten Mustern, egoistisches Denken, Bewertungen, authentisches Denken, ganzheitliches Denken, systemisches und solidarisches Denken).
Ist hier in den vergangenen Jahrzehnten etwas in Unordnung gekommen? Haben wir ein Energiefeld der Zerstörung, Ausgrenzung und Intoleranz geschaffen? Die aktuelle Situation führt uns ganz klar vor Augen, dass Corona wie ein Wirbelsturm vieles für eine humane menschliche Gemeinschaft Unbrauchbare hinwegfegt und wir die Chance haben ein neues Energiefeld zu schaffen für eine neue Zeit.


25. März 2020

Ausgangsbeschränkung. Alle Termine bis 19.4.2020 abgesagt. Seminarlose Zeit. Aber auch eine neue Zeitqualität, verändertes Zeiterleben. Greifbarer Wandel. Experimente im kleinen Umfeld der Wohnung und des Gartens. Obwohl die Natur langsam und stetig zum Aufbruch drängt, setze ich die Reise in mir selbst fort. Verdrängtes, Beiseitegelegtes macht sich breit, verschafft sich Aufmerksamkeit und möchte bearbeitet werden.
Im Heiligenlexikon lese ich zu St.Corona:
„Patronin der Schatzgräber und Metzger; gegen Seuchen und Unwetter, für Standhaftigkeit im Glauben; in Geldangelegenheiten, der Lotterie. Starb mit 16 Jahren als Märtyrerin. Nachdem 2020 die weltweite Corona-Pandemie ausgebrochen war, entschied man sich in Aachen, die geplante Restaurierung des Bleisarges mit ihren Reliquien vorzuziehen, um ihn zu entstauben und zu konservieren.

8. März 2020

Anlässlich der Tagung des Dachverbands für ganzheitliche Raumkultur e.V. in der Nähe des Bodensees durfte ich eine geomantische Führung auf der Insel Lindau mit der Geomantin Dasi Grohmann erleben: Kraft und Weisheit des Wassers und der Berge, Ort der dreifaltigen Göttin, erhebend und aufbauend – doch gleichzeitig schutzbedürftig. Gedankenloses Bauen und Umgestalten drohen hier wie in vielen anderen Städten und Dörfern heilige Plätze zu zerstören.

15. Februar 2020

Ich beschäftige mich wieder mit Frederic Lionels Buch „Die Suche nach dem Zeitlosen“. Lionel war ein französischer Mystiker, Philosoph und Schriftsteller, den ich Mitte der 1990er Jahre bei der Künstlerin Mary Bauermeister kennenlernen durfte. Er verstarb 1999.
„Die Wahrheit des Augenblicks kann nicht festgehalten werden, aber der Augenblick der Wahrheit erleuchtet das gesamte Wesen, und diese Erleuchtung wird zum unvergesslichen Augenblick. Neu, also frei sein, unmittelbar, jetzt, heißt alles auflösen, was sich verknöchernd der Bewegung des Lebens widersetzt.“

29. Januar 2020

Ach wie schön, innig und berührend waren die Rauhnächte in Avalon / Glastonbury!
Merlin sagt: Mach es dir gemütlich, trink eine Tasse Tee und blicke mit liebenden Augen auf die Welt, so wie sie ist! Nicht mehr und nicht weniger ist jetzt zu tun:
Kultivierung von
ENTSPANNUNG – SELBSTMITGEFÜHL – MITFÜHLENDER, BEDINGUNGSLOSER LIEBE!

Der Glastonbury Tor

15.Januar 2020

Danke Petra und Reiner für die Erarbeitung des Gütesiegels und euer Engagement!